Wie können wir Migrant:innen den Zugang zur Handwerksausbildung erleichtern und ihre vielfältigen Talente besser sichtbar machen und nutzen? Diese zentrale Frage stand im Mittelpunkt unserer beiden interaktiven Workshops „Migrantische Potenziale sichtbar machen“, die wir im Juni 2026 durchgeführt haben.

In einem ersten Workshop ging es darum, die Herausforderungen zu verstehen und zu priorisieren, die Migrant:innen davon abhalten, eine Handwerksausbildung zu beginnen. Teilnehmer:innen aus Stadtverwaltung, Polizei, Handwerkskammer und Integrationsdiensten arbeiteten in vier Gruppen zusammen, um Kernprobleme zu identifizieren – von fehlender Transparenz über bürokratische Hürden bis hin zu Sprachbarrieren. Besonders intensiv wurde dabei die Rolle von KI und Digitalisierung diskutiert: Können digitale Tools helfen, die deutsche Bürokratie verständlicher zu machen? Oder braucht es am Ende doch immer die persönliche Beratung?

Im zweiten Workshop ging es dann um die Entwicklung konkreter Lösungen. Die Gruppen erarbeiteten innovative Ansätze wie KI-gestützte Workflows, eine legale „Schwarzarbeitbörse“ für schnelle Integration, Best-Practice-Projekttage in Handwerksbetrieben und das Projekt „Hidden Craft Münster“ mit QR-Codes, um Jugendlichen das Handwerk spielerisch näherzubringen. Auch hier stand die Frage im Raum: Wie können wir Digitalisierung und persönliche Begleitung sinnvoll verbinden?

Ein großes Dankeschön an alle, die diese Workshops möglich gemacht haben – an die Teilnehmer:innen, die ihre Perspektiven, Erfahrungen und Ideen eingebracht haben, und an alle, die sich für die nächsten Schritte engagieren! Euer Einsatz zeigt: Gemeinsam können wir Brücken bauen und Münster als weltoffene, innovative Stadt weiterentwickeln.